Workstations
Professionelle Workstations, die für Ihre spezielle Software und Ihren Arbeitsprozess entwickelt wurden.
Wenn eine Workstation, wenn ein PC
Eine Workstation ist ein Werkzeug, von dem erwartet wird, dass es die Aufgaben des Benutzers optimal erfüllt. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug, das jeden Tag zuverlässig funktionieren muss – genau wie eine gute Fräse oder eine professionelle Kamera.
Der Unterschied liegt nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Auswahl der Komponenten. Eine Workstation verfügt über:
Die richtigen Komponenten – für die vom Benutzer eingesetzte Software und die Aufgaben, die der Benutzer ausführen möchte. Kenntnisse darüber, wie Software funktioniert, sind daher entscheidend für die Herstellung guter Workstations. Softwarehersteller veröffentlichen hierfür die „Hardwareanforderungen“. Diese geben zwar einen guten Anhaltspunkt, doch hinken Softwarehersteller fast immer zwei bis drei Hardware-Generationen hinterher. Diese Anforderungen müssen auf aktuelle Komponenten übertragen werden, damit die neue Maschine optimal funktioniert.
Zertifizierte Komponenten – Motherboards und GPUs, die von Softwareanbietern getestet und zugelassen wurden. SolidWorks, Revit und Siemens NX erfordern spezifische Hardware für vollständigen Support.
Längere Lebensdauer – Komponenten, die nach Verfügbarkeit und Stabilität ausgewählt wurden, nicht nach dem neuesten Benchmark-Ergebnis. Eine Workstation muss jahrelang halten, ohne dass Sie keine Ersatzteile mehr bekommen können.
Hervorragende Kühlung – eine Workstation steht auf Ihrem Schreibtisch oder in Ihrem Studio, nicht in einem Serverraum. Die Geräuschentwicklung ist eine wichtige Anforderung an das Design, keine Nebensache. Um einen Computer leise zu machen, muss er besser gekühlt werden, und eine bessere Kühlung bedeutet eine längere Lebensdauer.
Erweiterbarkeit – genügend PCIe-Steckplätze, genügend Speicherslots und genügend Stromkapazität, um später aufrüsten zu können, wenn Ihre Arbeit dies erfordert. Eine gute Planung ist daher von Vorteil, da sie die Lebensdauer des Geräts verlängert.
Unsere Wahl
Ein Arbeitsplatz ist eine Investition in Zuverlässigkeit und eine optimale Arbeitsumgebung.
X870 vs. Threadripper: Wann sollte man den Wechsel vollziehen?
AMD bietet zwei Plattformen für den professionellen Einsatz an: die Consumer-Plattform (AM5, X870-Chipsatz) und die Workstation-Plattform (sTR5, TRX50-Chipsatz). Der Preisunterschied ist erheblich. Die Frage lautet: Wann ist dieser Unterschied gerechtfertigt?
AM5 / X870 – der Ausgangspunkt
Ein AMD Ryzen 9 9950X auf einem X870-Motherboard ist eine hervorragende Workstation für die meisten Profis. 16 Kerne, hohe Taktrate, 2 Speicherkanäle (max. 128 GB) und 24 PCIe-Lanes. Das reicht für:
- Eine leistungsstarke GPU auf x16
- Zwei NVMe-SSDs
- Die meisten CAD-, Video- und 3D-Programme
TRX50 / Threadripper – wenn Sie mehr benötigen
Die Threadripper-Plattform wird relevant, wenn Sie an die Grenzen von AM5 stoßen:
- Mehr Arbeitsspeicher: 4 Kanäle statt 2 – das bedeutet doppelte Bandbreite. Bei After Effects, Houdini-Simulationen, großen Datensätzen oder Virtualisierung macht sich das bemerkbar.
- Mehr Speicherkapazität: bis zu 512 GB, während AM5 bei 192 GB aufhört.
- Mehr PCIe-Lanes: 88 statt 24. Sie können eine GPU, vier NVMe-SSDs, eine 10-GbE-Karte und einen HBA gleichzeitig ohne Kompromisse betreiben.
- Mehr Kerne: bis zu 96 Kerne für rechenintensive Multithread-Anwendungen wie CPU-Rendering, Simulationen oder Kompilierungen.
- Mehr Bandbreite: Die Threadripper-Plattform verfügt über deutlich mehr Bandbreite, und Threadripper Pro verdoppelt diese noch einmal fast (240–453 GB/s). Für große Datensätze und Dateien ist Threadripper die erste Wahl.
Der Umstieg ist nicht linear
Threadripper ist kein „schnellerer Ryzen 9“. Die Single-Thread-Geschwindigkeit ist vergleichbar oder manchmal etwas geringer. Der Vorteil liegt in der Parallelität, der Bandbreite und der Erweiterbarkeit. Wenn Ihr Workflow nicht an diese Grenzen stößt, ist AM5 die bessere Plattform – schneller pro Kern und deutlich günstiger.
Unsere Wahl
AM5 für die meisten professionellen Workloads. Threadripper, wenn Sie mehr als 192 GB RAM, mehr als 24 PCIe-Lanes oder mehr als 16 Kerne benötigen.
Speicher: wie viel ist genug
Speicher ist die Komponente, von der die meisten Menschen zu wenig bestellen und gleichzeitig zu viel bezahlen.
Die Faustregel (für einen neuen Rechner)
Nehmen Sie das Doppelte dessen, was Sie derzeit nutzen. Wenn Ihr aktuelles System regelmäßig 48 GB der 64 GB belegt, konfigurieren Sie 128 GB. Arbeitsspeicher ist relativ günstig im Vergleich zu dem Produktivitätsverlust, den Sie erleiden, wenn Ihr System auf die Festplatte auslagern muss.
64 GB – ausreichend für die meisten CAD-Anwendungen, Bildbearbeitung, Videos bis zu 4K, Softwareentwicklung.
128 GB – erforderlich für: Videobearbeitung mit 8K- oder RAW-Material, After Effects mit großen Kompositionen, 3D-Rendering mit komplexen Szenen, mehrere ressourcenintensive Anwendungen gleichzeitig.
256 GB und mehr – für: Houdini-Simulationen, wissenschaftliche Datensätze, Virtualisierung mit mehreren VMs, KI-Training mit großen Datensätzen im Arbeitsspeicher.
Geschwindigkeit vs. Kapazität
Der Unterschied zwischen DDR5-5600 und DDR5-6400 beträgt in der Praxis bei den meisten Workloads 3–5 %. Der Unterschied zwischen 64 GB und 128 GB kann den Unterschied zwischen einem Projekt, das läuft, und einem Projekt, das abstürzt, ausmachen. Entscheiden Sie sich immer zuerst für mehr Kapazität.
ECC – Error-Correcting Code
Für Workstations, die langwierige Berechnungen durchführen oder mit großen Datensätzen arbeiten, empfehlen wir ECC-Speicher. Er korrigiert automatisch Single-Bit-Fehler, die bei längerem Gebrauch unvermeidlich auftreten. Die Plattform muss ECC unterstützen – AM5 Pro, Threadripper und EPYC tun dies standardmäßig.
Unsere Wahl
Mehr Speicher ist fast immer nützlicher als schnellerer Speicher. ECC, wenn Zuverlässigkeit zählt.
Geräuschlose Kühlung in einer professionellen Umgebung
Eine Workstation, die wie ein Föhn klingt, ist keine Workstation – sie ist eine Fehlfunktion. Die Geräuschentwicklung ist für uns eine vorrangige Anforderung an das Design, nicht etwas, das wir im Nachhinein zu lösen versuchen.
Das Problem
Standardkühler sind darauf ausgelegt, Wärme zu möglichst geringen Kosten abzuführen. Sie verwenden kleine, schnell drehende Lüfter, die zwar viel Luft bewegen, aber auch viel Lärm verursachen. Bei über 40 dB(A) ist ein Computer in einem Büro oder Studio deutlich zu hören – und genau dort stehen die Arbeitsplätze.
Unser Ansatz
Wir verwenden große Kühler mit langsam drehenden Lüftern – 120 mm oder 140 mm statt 80 mm oder 92 mm. Größere Lüfter bewegen die gleiche Luftmenge bei niedrigeren Drehzahlen, was deutlich weniger Geräusche erzeugt.
Für das Gehäuse wählen wir Gehäuse mit Schalldämmung und optimiertem Luftstrom. Die Kunst besteht darin, das System kühl zu halten, ohne dass die Lüfter lauter laufen müssen als nötig.
Was das bringt
Unsere Workstations liegen unter normaler Belastung bei 19–21 dB(A) – leiser als ein durchschnittliches Büro. Unter hoher Belastung steigt dieser Wert leicht an. In der Renderphase macht der Computer dann etwas mehr Geräusche.
Individuelle Lüfterkurven
Jedes System wird mit angepassten Lüfterkurven im BIOS ausgeliefert. Die Standard-Lüfterkurven von Motherboards sind fast immer zu aggressiv – sie lassen die Lüfter bereits bei Temperaturen hochdrehen, die durchaus akzeptabel sind. Wir stellen die Kurven auf der Grundlage der tatsächlichen thermischen Grenzwerte der installierten Komponenten ein.
Unsere Wahl
Leise bedeutet nicht langsam. Es bedeutet gut durchdacht.
Anpassung Ihrer Software
Jedes Softwarepaket stellt andere Anforderungen an die Hardware. Wir konfigurieren die Hardware auf der Grundlage dessen, was Ihre Software tatsächlich benötigt – und nicht auf der Grundlage dessen, was auf der Verpackung steht.
Single-Threaded vs. Multi-Threaded
CAD-Software wie SolidWorks, AutoCAD und Revit ist überwiegend Single-Threaded. Die Geschwindigkeit eines einzelnen Kerns bestimmt, wie schnell Ihr Modell neu berechnet wird. Viele Kerne helfen hier nicht weiter – eine hohe Taktrate hingegen schon.
Rendering-Software wie V-Ray CPU, Blender Cycles und Arnold skaliert hingegen linear mit der Anzahl der Kerne. Hier setzt sich Threadripper mit 64 Kernen überzeugend gegen einen Ryzen 9 mit 16 Kernen durch.
GPU-abhängig vs. CPU-abhängig
DaVinci Resolve, Redshift und Octane sind stark GPU-abhängig. Die CPU muss lediglich mithalten. Hier investieren Sie Ihr Budget in die GPU, nicht in den Prozessor.
Houdini-Simulationen und wissenschaftliche Berechnungen sind CPU-abhängig. Die GPU leistet wenig bis gar nichts. Hier kehren Sie die Prioritäten um.
ISV-Zertifizierung
Manche Software erfordert ISV-zertifizierte Hardware für vollständigen Support. SolidWorks weigert sich manchmal, Fehler zu untersuchen, wenn Ihre GPU nicht auf ihrer Hardware-Kompatibilitätsliste steht. In solchen Fällen empfehlen wir NVidia RTX Pro-Karten – nicht weil sie schneller sind, sondern weil sie zertifiziert sind.
Wir testen, was wir bauen
Jede Workstation wird mit der Software getestet, für die sie vorgesehen ist. Nicht nur ein Benchmark, sondern ein realistisches Projekt: eine SolidWorks-Baugruppe, eine DaVinci Resolve-Timeline, ein Blender-Render. So wissen wir – und Sie –, dass das System tut, was es tun soll.
Unsere Wahl
Sagen Sie uns, welche Software Sie verwenden. Wir werden Ihnen sagen, welche Hardware Sie benötigen.
Suchen Sie einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz?
Sagen Sie uns, welche Software Sie verwenden, und wir werden das richtige System konfigurieren.